Innere Ruhe finden – Dein Weg zu mehr Lebensfreude
In unserem Blog teilen wir wertvolle Impulse und Strategien, um dein Nervensystem zu beruhigen und mehr Balance im Alltag zu erleben.
Yvonne Freiberg
8/23/20265 min read


Dein Weg zu mehr Lebensfreude
Wann war es eigentlich das letzte Mal wirklich ruhig in dir?
Nicht um dich herum. In dir.
Kein Gedanke daran, was du noch erledigen musst.
Kein Gespräch, das du im Kopf zum fünften Mal führst.
Kein „Ich müsste eigentlich …“.
Kein Nachdenken darüber, was gestern war oder morgen vielleicht passieren könnte.
Einfach nur dieser Moment.
Gar nicht so einfach, oder?
Unser Leben ist voll. Wir haben Termine, Verpflichtungen, Menschen, für die wir da sein möchten,
Erwartungen, Verantwortung und jeden Tag unglaublich viele Informationen, die auf uns einprasseln.
Aber manchmal ist das Lauteste gar nicht unser Leben.
Es ist unser eigener Kopf.
Wir denken über Dinge nach, die noch gar nicht passiert sind.
Wir spielen Gespräche durch, die vielleicht niemals stattfinden werden.
Wir ärgern uns über einen Satz, den jemand gestern gesagt hat
und nehmen ihn heute Morgen direkt wieder mit an den Frühstückstisch.
Unser Körper sitzt vielleicht gemütlich auf dem Sofa.
Unser Kopf ist aber irgendwo zwischen gestern, morgen und „Was wäre, wenn …?“
Und dann wünschen wir uns Ruhe.
Wenn erst alles anders sein müsste
Wir machen dabei gerne einen kleinen Denkfehler.
Wir glauben, innere Ruhe kommt, wenn es im Außen endlich ruhiger wird.
Wenn dieses eine Problem gelöst ist.
Wenn auf der Arbeit weniger los ist.
Wenn die Kinder selbstständiger sind.
Wenn die Beziehung wieder leichter wird.
Wenn wir mehr Zeit haben.
Wenn wir endlich Urlaub haben.
Dann.
Dann werde ich entspannter.
Dann habe ich wieder mehr Zeit für mich.
Dann genieße ich mein Leben wieder mehr.
Aber kaum ist eine Sache erledigt, steht die nächste vor der Tür.
Das Leben wird nicht irgendwann fertig sein.
Es wird immer etwas geben.
Menschen werden dich herausfordern.
Pläne werden nicht funktionieren.
Dinge werden passieren, die du nicht beeinflussen kannst.
Andere Menschen werden Entscheidungen treffen, die dir nicht gefallen.
Innere Ruhe kann deshalb nicht davon abhängig sein, dass das Leben sich endlich so verhält, wie wir es gerne hätten.
Innere Ruhe beginnt bei dir
Für uns bedeutet innere Ruhe nicht, dass dich nichts mehr aufregt.
Es bedeutet auch nicht, dass du immer ausgeglichen, positiv und tiefenentspannt durchs Leben läufst.
Und schon gar nicht bedeutet es, dass dir alles egal wird.
Innere Ruhe bedeutet für uns etwas anderes:
Du findest immer wieder zu dir zurück.
Auch wenn es um dich herum gerade chaotisch ist.
Du bemerkst, was in dir passiert.
Du erkennst deine Gedanken, deine Gefühle und deine automatischen Reaktionen
und bekommst dadurch die Möglichkeit, nicht jedem Impuls sofort folgen zu müssen.
Denn zwischen dem, was passiert, und dem, was du daraus machst, liegt etwas Entscheidendes:
Du.
Du hast Gedanken. Aber du bist nicht deine Gedanken.
Dieser Satz kann unglaublich viel verändern.
Jeder Mensch hat Gedanken.
Sehr viele sogar.
Aber nicht jeder Gedanke ist wahr.
Nicht jeder Gedanke ist hilfreich.
Und vor allem musst du nicht jedem Gedanken glauben, nur weil dein Gehirn ihn gerade produziert.
„Ich kann das nicht.“
„Was denken die anderen?“
„Das geht bestimmt schief.“
„Warum passiert mir das immer?“
„Ich muss das noch schaffen.“
„Ich darf niemanden enttäuschen.“
Wenn wir jeden dieser Gedanken ungeprüft für die Wahrheit halten, steuern sie unser Leben.
Wenn wir aber anfangen, sie wahrzunehmen, entsteht plötzlich ein kleiner Abstand.
Und dieser Abstand ist wertvoll. Denn dann kannst du dich fragen:
Will ich diesem Gedanken gerade wirklich folgen?
Nicht alles lässt sich ändern. Aber deine Perspektive.
Es gibt Dinge im Leben, die können wir nicht rückgängig machen.
Es gibt Erfahrungen, die wir uns niemals ausgesucht hätten.
Menschen, die uns enttäuschen.
Entscheidungen, die sich im Nachhinein als falsch herausstellen.
Abschiede, Veränderungen und Situationen, über die wir keine Kontrolle haben.
Wir können viel Energie darauf verwenden, dagegen anzukämpfen.
Oder wir können irgendwann anfangen zu fragen:
Was mache ich jetzt daraus?
Das bedeutet nicht, alles schönzureden.
Es bedeutet Eigenverantwortung.
Du kannst nicht immer entscheiden, was dir begegnet.
Aber du kannst lernen zu entscheiden, welchen Platz es in deinem Leben bekommt.
Du hast das Schlüsselbund in der Hand
Stell dir dein Leben wie ein Haus mit vielen Türen vor.
Manche Türen stehen weit offen.
Andere hast du vielleicht selbst irgendwann geschlossen.
Und vor manchen stehst du schon ziemlich lange und wartest darauf, dass jemand kommt und sie für dich öffnet.
Aber das Schlüsselbund hältst du selbst in der Hand.
Andere Menschen können dich begleiten.
Sie können dir Fragen stellen. Sie können dir einen anderen Blickwinkel zeigen.
Sie können dir einen Impuls geben oder dir Licht machen, wenn du deinen eigenen Weg gerade nicht erkennst.
Aber niemand kann dir sagen, welche Tür deine ist.
Das musst du selbst entscheiden.
Und genau darin steckt unglaublich viel Freiheit.
Ruhe entsteht nicht dadurch, dass du nichts mehr fühlst
Manchmal verwechseln wir innere Ruhe mit der Abwesenheit unangenehmer Gefühle.
Aber traurig sein zu können und trotzdem bei sich zu bleiben, ist innere Stärke.
Wütend sein zu können und nicht sofort verletzend zu reagieren, ist innere Stärke.
Angst zu haben und trotzdem eine bewusste Entscheidung zu treffen, ist innere Stärke.
Du musst deine Gefühle nicht loswerden.
Du darfst lernen, mit ihnen umzugehen.
Du darfst einen Moment zwischen Reiz und Reaktion entstehen lassen.
Einmal atmen.
Wahrnehmen.
Und dich fragen:
Wer möchte ich in diesem Moment sein?
Manchmal braucht es dafür keine Stunde Meditation.
Manchmal reichen ein paar Sekunden,
um aus dem automatischen Reagieren wieder ins bewusste Entscheiden zu kommen.
Und was hat das alles mit Lebensfreude zu tun?
Eine ganze Menge.
Denn Lebensfreude bedeutet für mich nicht, jeden Morgen jubelnd aus dem Bett zu springen.
Sie steckt viel häufiger in den kleinen Dingen.
In einem Gespräch, bei dem du wirklich zuhörst.
In einem Kaffee, den du trinkst, ohne nebenbei aufs Handy zu schauen.
In einem völlig unnötigen Lachanfall.
In einem Moment in der Sonne.
In dem Mut, etwas zu tun, nur weil es dir Freude macht.
Oder in diesem kurzen Gefühl:
Gerade ist eigentlich alles gut.
Wir verpassen diese Momente oft nicht deshalb, weil sie nicht da sind.
Wir verpassen sie, weil wir mit unseren Gedanken ganz woanders sind.
Vielleicht musst du nicht mehr schaffen
Vielleicht musst du nicht noch besser organisiert werden.
Nicht noch produktiver.
Nicht noch belastbarer.
Vielleicht musst du auch nicht erst ein völlig anderer Mensch werden.
Vielleicht darfst du anfangen, wieder herauszufinden,
wer du eigentlich bist, wenn du nicht gerade versuchst, allen Rollen in deinem Leben gerecht zu werden.
Was macht dir Freude?
Was gibt dir Energie?
Was möchtest du wirklich?
Was tust du nur noch, weil du glaubst, dass man es eben so macht?
Und wie soll sich dein Leben eigentlich anfühlen?
Nicht irgendwann.
Jetzt.
Innere Ruhe ist kein Ziel, das du irgendwann erreichst
Sie ist vielmehr etwas, zu dem du immer wieder zurückkehren kannst.
Manchmal gelingt das wunderbar.
Und manchmal sitzt du mitten im Chaos, hast dich über jemanden geärgert, fünf Dinge gleichzeitig angefangen und merkst erst viel später, dass dein Kopf längst wieder das Kommando übernommen hat.
Auch das gehört dazu.
Es geht nicht darum, perfekt bei dir zu sein.
Es geht darum, den Weg zurück zu kennen.
Je besser du dich selbst kennenlernst, desto schneller bemerkst du, wenn du dich irgendwo zwischen Erwartungen, Gedanken, Verpflichtungen und dem ganzen Leben wieder einmal selbst verloren hast.
Und vielleicht ist genau das der Anfang von mehr innerer Ruhe:
Nicht darauf zu warten, dass das Leben leichter wird.
Sondern zu lernen, leichter durch das Leben zu gehen.
Nicht alles lässt sich ändern.
Aber du kannst verändern, wie du damit umgehst.
Du kannst deine Gedanken hinterfragen.
Du kannst deine Perspektive verändern.
Du kannst innehalten.
Du kannst neu entscheiden.
Und du kannst dir erlauben, dein Leben nicht erst dann zu genießen, wenn irgendwann alles perfekt ist.
Denn dieses „irgendwann“ ist ziemlich unzuverlässig.
Dein Leben findet heute statt.
Und vielleicht beginnt mehr Lebensfreude genau dort:
Bei dir.
Innere Ruhe finden
Address
Tinsdaler Heideweg 106
22559 Hamburg
Kontakt
@sinnhaftleben
www.yvonne-freiberg.com
kontakt@yvonne-freiberg.com